PR-Rat: Auseinandersetzung Essing ./. Christ bleibt auf der Agenda.
Dies ist der Titel einer "PR-Journal"-Meldung vom 1. März. Am 2. März ging dazu folgender Kommentar ein (Absender fiktiv, also anonym):
"Erneut zeigt sich die Machtlosigkeit des PR Rates. Während man sich in anderen Situationen schon lautstark zu Wort meldet, schafft man es hier noch nicht einmal die erdrückende Beweislast zu bewerten und im Sinne der Branche Flagge zu zeigen. Vielleicht liegt es auch daran, dass man mit einem Herrn Essing gemeinschaftlich an der Uni Leipzig lehrt? http://www.communicationmanagement.de/index.php?id=1226
Da kann man sich ja schon auf die Zukunft der PR freuen!
Aber auch die sonstigen ewigen Mahner sind merkwürdig still. Dauermahner Thomas Leif (netzwerk recherche) ist nicht zu vernehmen. Na ja, als "investigativer" Journalist ist er natürlich auf solche Nachtschattengewächse wie Essing angewiessen und hat wahrscheinlich die ein oder andere Leiche mit ihm im Keller.
Auch von unserem ersten lebenden moralischen Zeigefinger, Heiko Kretschmer, ist nichts zu hören. Zu hoffen wäre ja mal, dass er sein Amt als Ethikbeauftragter nicht zur Eigenvermarktung seines Unternehmens nutzt sondern auch mit Leben füllt. Oder ist da die Angst vor einem Norbert Essing größer als die Darstellungssucht?"
Ich wollte diese Meinung auch hier dokumentieren und bin gespannt, ob, wann + wo sich jemand dazu meldet.
In einer "Presseportal"-Vorabmeldung des "prmagazins" war schon zu lesen:
Essing selbst sieht sich als Opfer einer "Intrige". Er habe "bald die nötigen Unterlagen zusammengebracht, um das ganze Ausmaß allmählich verstehen zu können", sagte er dem prmagazin: "Natürlich ist da niemand mehr mit der 'smoking gun' in der Hand, aber einige stehen mitten im Pulverdampf."
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Dienstag, 2. März 2010
Dienstag, 23. Februar 2010
Die PR-Szene wird ärmer: Klaus Kocks sagt nichts mehr
Tja, ich wollte es zunächst auch nicht glauben, aber er hat es selbst in einem Leserbrief im "PR-Journal" am 22. Februar kundgetan, als er an mich schrieb:
"Mein Lieber, ich habe schon vor einiger Zeit beschlossen, dass ich zum Thema "PR" gar nichts mehr sage. Mein ZAPP-Interview war wirklich das letzte zu diesen Selbstbespiegelungen der Branche. Es ist alles gesagt. Entsprechend habe ich auch meine Kolumne im "pr magazin" aufgegeben. Jeder Satire ist der Boden entzogen, wenn die Diskussionen fundamentalistisch werden, der Zynismus Praxis und die Pharisäer auch in der Wissenschaft ihr Haupt heben. Siehe licensia docendi lipsiensis für Einschlägige. Im Grunde klagen Avenarius und Bentele (vs Merten) ja nur ihr Recht als Wächterrat ein, nicht beleidigt zu werden. Mich leitet fürderhin Karl Valentin: Gar nicht erst ignorieren!"
Das ist eigentlich schade, denn Kocks hat durch seine klaren Worte und seine praktische und theoretische Arbeit viel für die PR-Branche getan. Ich weiß, das sehen nicht alle so - aber bei den vielen Weicheiern heutzutage, tat solch ein Mensch wirklich gut. Auch den Medien wird künftig jemand aus der PR-Szene mit klarer Aussage fehlen. Die Welt wird sich weiter drehen, aber es wird ein sezierender Lichtstrahl fehlen.
"Mein Lieber, ich habe schon vor einiger Zeit beschlossen, dass ich zum Thema "PR" gar nichts mehr sage. Mein ZAPP-Interview war wirklich das letzte zu diesen Selbstbespiegelungen der Branche. Es ist alles gesagt. Entsprechend habe ich auch meine Kolumne im "pr magazin" aufgegeben. Jeder Satire ist der Boden entzogen, wenn die Diskussionen fundamentalistisch werden, der Zynismus Praxis und die Pharisäer auch in der Wissenschaft ihr Haupt heben. Siehe licensia docendi lipsiensis für Einschlägige. Im Grunde klagen Avenarius und Bentele (vs Merten) ja nur ihr Recht als Wächterrat ein, nicht beleidigt zu werden. Mich leitet fürderhin Karl Valentin: Gar nicht erst ignorieren!"
Das ist eigentlich schade, denn Kocks hat durch seine klaren Worte und seine praktische und theoretische Arbeit viel für die PR-Branche getan. Ich weiß, das sehen nicht alle so - aber bei den vielen Weicheiern heutzutage, tat solch ein Mensch wirklich gut. Auch den Medien wird künftig jemand aus der PR-Szene mit klarer Aussage fehlen. Die Welt wird sich weiter drehen, aber es wird ein sezierender Lichtstrahl fehlen.
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